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Charitywatch.de: Wer urteilt über Vereine?

Im Internet treibt der Konsumentenschutz teilweise exotische Blüten: Das Geschäft mit angeblichen verbraucherfreundlichen Warnlisten blüht. Die um Aufklärung bemühte Plattform www.sage-die-wahrheit.de weist darauf hin, dass sich hinter den “Warnlisten” oft nur ein Geschäftsmodell verberge. Ein Beispiel von vielen sei die Internet-Seite www.charitywatch.de, die nach eigenen Angaben “mehr Transparenz” im Spendenbereich schaffen will. Betrieben wird die Seite von Stefan Loipfinger, der zuvor schon Geld mit der gleichen Methode als Experte im Bereich der Finanzprodukte (Fondstelegramm) verdient hatte.
( Dokumentation)

„Anforderung Jahresbericht. …könnten Sie mir den letzten verfügbaren Jahresbericht inklusive Finanzzahlen zukommen lassen (gerne auch als pdf)"? Diese barsche Aufforderung erhielten in den letzten Jahren zahlreiche Vereine/Stiftungen. Wer sich weigert findet sich auf einer ominösen Warnliste wieder. Absender: Ein gewerblicher Dienstleistungsanbieter aus dem Internet Namens Loipfinger/ charitywatch.de. Auch sehr beliebt eine E-Mail an Vereine: "EinLeser von charitywatch.de hat folgende Frage an Ihren Verein". Wie journalistisch "seriös" hier umgegangen wird können sie Beispielhaft hier nachlesen.(Dokument)

Sich als 2008 gegründete Organisation auszugeben um den seriösen Eindruck der Anforderungen an Vereine/Stiftungen zu erwecken finden wir bedenklich und Nachforschungswert. Aus dem Nichts tauchte 2008 die Seite charitywatch.de in den Medien auf.

Jedoch ist anscheinend eine im Grundsatz richtige Idee völlig aus dem Ruder gelaufen. Der Gesetzgeber hat klare Regeln der Abgabeverordnungen für gemeinnützigeVereine festgelegt, das Spendensiegel der DZI erhält man unter festen Auflagen. Herr Loipfingers Ansprüche an die Vereine übertrifft gegenüber der DZI fast das doppelte. Das Spendensiegel der DZI erhält ein karitativer Verein bei Verwaltungsausgaben - 35%. Herr Loipfinger findet -20% Prozent als gerade noch hinnehmbar. Da ist einem natürlich reiche Beute über verschwenderische Vereine, die sich an den o.g. Regeln halten, sicher.

Von 245 Vereinen, durch charitywatch überprüft, werden unglaubliche 203 Vereine als nicht empfehlenswert bloßgestellt.
Heute noch ein anerkannter gemeinnütziger Verein, vielleicht mit Spendensiegel und Morgen Mitglied der "Mitleids- oder Spendenmafia"? Wer die Zusammenarbeit mit Herrn Loipfinger verweigert wird als nicht empfehlenswerte/r Stiftung /Verein auf charitywatch.de verunglimpft. Vor Spenden an diese Organisation wird gewarnt heißt es dort unverblümt.

Nicht Empfehlungswert für Spender sind seiner Meinung nach zum Beispiel:

Bild hilft e.V. – Ein Herz für Kinder, PETA Deutschland e.V., Deutscher Tierschutzbund e.V., Tasso e.V., Bundesverband Tierschutz, WWF, oder das „Deutsche Spendenparlament“, das von Kanzlerin Dr. Angela Merkel gelobt wird oder auch die Weltweite Kinderhilfe e.V.. Fast täglich werden es mehr.

So funktioniert die Geschäftsidee:
Jemand richtet eine Homepage ein, nennt sie „Charitywatch.de“, nennt sich Organisation, schließt den Ring mit ein paar Freunde die man ja gut kennt ( Netzwerk von Loipfinger ) schreibt über sich selbst in allen möglichen online Portalen und fertig ist der selbsternannte „Spendenpapst“. Die massive Schleichwerbung war auch dem ansonsten Journalisten-freundlichen Presserat zuviel. Der angesehene deutsche Presserat spricht nach einem Hinweis nun eine Missbilligung auf Grund eines schwerwiegenden Vorstoßes gegen die publizistischen Grundsätze aus.(Dokument) Nicht das erste mal das Herr Loipfinger Ärger mit dem Presserat hatte.

Charitywatch.de(Loipfinger) schreibt zuerst eine unverfängliche Anfrage an Vereine, dazu dient das lustige Frageportal auf der Webseite. Darauf fordert er die Organisation via Mail auf, interne Daten zu senden. Wer nicht antwortet wird als nicht spendenwürdig eingestuft.

Wer einem Herrn Loipfinger aus Rosenheim keine Einsicht in die internen Unterlagen gewährt hat etwas zu verbergen und ist somit unseriös. Ein den Vereinen/Stiftungen völlig unbekannter Herr Loipfinger aus Rosenheim will Bundesweit von Vereinen/Stiftungen persönliche Einsicht in die Unterlagen um die "Erkenntnisse" daraus selbst zu bewerten und um diese Bewertung anschließend zu veröffentlichen. Alle müssen sich nach Ansicht des Herrn Loipfinger seiner persönlicher hochnotpeinlichen Verhörmethode unterziehen. Auch das Privatleben oder private Vermögensverhältnisse der Vorstände werden beleuchtet. So wird z.B. der Vorsitzende eines Vereines gefragt: „Ist es richtig das Herr *** ihr Lebensgefährte ist“. Ohne auch nur ansatzweise die Rechtslage für Vereine zu akzeptieren stellt Herr Loipfinger über 200 namhafte Organisationen an den Pranger und fordert Spender auf, an diesen Organisationen nicht mehr zu spenden.

Die „Recherchen“ werden verkauft. In seinem Buch „Die Spendenmafia“ hat der Autor Stefan Loipfinger jedoch wieder unwahre Behauptungen aufgestellt. Das Buch wird neu verlegt, die unwahren Passagen müssen umgeschrieben werden.

Ein kostenpflichtiges ABO wird angeboten.

Kontaktadressen können an Dritte weitergegeben werden. Quelle: http://www.charitywatch.de/?id=231 Punkt 2

SDW Meinung:
Herr Loipfinger bezeichnet diese Seite als Verleumdungsseite und hat Anzeige gegen den Betreiber der Seite gestellt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde die Anzeige eingestellt. Die Verleumdungen des Herrn Loipfinger gegen mich und meinem Umfeld wurden auf seiner Seite wieder gelöscht.(siehe unter Aktuell). Das Herr Loipfingers Arbeitsweise durchleuchtet werden sollte belegen Mittlerweile vier! Gegendarstellungen auf charitywatch.de. Vor Veröffentlichung des Buches wurde noch schnell die Homepage "geputzt". Schwupps wurden die Gegendarstellungen entfernt und mit journalistischen Kniffen die betreffenden Passagen "beschönigt". Seriosität in diesem äußerst sensiblen Bereich sieht anders aus.

Der Deutsche Presserat spricht eine Missbilligung auf Grund eines schwerwiegenden Vorstoßes gegen die publizistischen Grundsätze aus.

Der Deutsche Presserat hat festgestellt dass Herr Loipfinger gegen §1 des Pressekodes, nämlich „die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit“ (Beschwerdesache BK2-465/09) verstoßen hat*.

"Es ist von einer nicht staatlichen Behörde anmaßend, die Finanzen eines Vereins sehen zu wollen“, sagt der Pressesprecher des Landratsamtes Ravensburg,

Lesen sie dazu Experten-Kommentare über Charity Watch.de:
Dr. Christoph Müllerleile: „Jede private Institution ist als Spendenwächter überfordert“ Auszug:..."Es ist außerordentlich riskant, Leuten, die die Arbeit einer Organisation nicht kennen, die Interpretation von Zahlen zu überlassen. Herr Loipfinger ist in der Vergangenheit nicht als Experte im Not-Profit-Bereich aufgefallen"... Dr. Christoph Müllerleile ist Journalist und seit 1977 im PR-Bereich für Not-Profit-Organisationen, seit 1986 auch im Bereich Fundraising tätig.

Patrick Tapp: „Wer kontrolliert die Kontrolleure?“
Auszug:.."wer möglicherweise die eigene Profilierung vor die nötige und ernsthafte Sachauseinandersetzung stellt, der trägt nicht zur Seriosität des Marktes bei"...
Patrick Tapp ist der Geschäftsführer von DIALOG FRANKFURT GmbH und Vizepräsident des Verbraucherdialoges des Deutschen Dialogmarketing Verbandes
Quelle: http://www.ngo-dialog.de/die-newsletter-im-detail/ausgabe-2010-11/aktuelle-debatte-charity-watch-wer-urteilt-ueber-uns.html

SDW Meinung: Eine klare Rechtsprechung für Vereine ist Herrn Loipfinger völlig egal. Er ist bereit Vereine zu vernichten die nicht seine Auffassung vertreten. Es reicht schon aus, auf seine Anfragen nicht zu antworten. Das alles unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerung. Natürlich versucht Loipfinger seine "Recherchen" so teuer wie möglich zu verkaufen. Wir hoffen doch dass dieser so sozial eingestellte "Journalist" diese "Silberlinge" an einen Verein gespendet hat.

"Es geht nur noch ums Geschäft, nicht mehr um Qualität", sagt der Kommunikationswissenschaftler Robert McChesney. Und so traurig es auch sei: "Guter Journalismus ist oft ein schlechtes Geschäft und schlechter Journalismus ein gutes Geschäft." (Holger Schmale, dpa)

SDW Meinung: Sehr geehrter Herr Robert McChesney, Sie sprechen uns aus der Seele. Die große Gefahr: Mitbewerber der Vereine nehmen natürlich die negative Bewertung begierig auf und auf deren Webseite und in jedem Forum wird dieser ach so böse Verein systematisch buchstäblich über Nacht vernichtet. Wehe aber wenn Loipfinger über euch kommt.

Bei den Allgemeine Nutzungsbedingungen der Seite charitywatch.de ist zu lesen(Art.6) dass unter anderem keine Gewährleistung für die Wahrheit sämtlicher Inhalte besteht.

SDW Meinung: ????
*Auch der Deutsche Presserat hat auf Beschwerde eines Vereins festgestellt, dass Herr Loipfinger gegen §1 des Pressekodes, nämlich „die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit“ (Beschwerdesache BK2-465/09) verstoßen hat. Andere, ebenfalls beanstandete Vorgehensweisen von Herr Loipfinger, wurden vom (eher Journalisten-freundlichen) Presserat als grenzwertig, aber gerade noch akzeptabel betrachtet. Dennoch sah sich der Rat zu einer etwas abgeschwächten Rüge, dem sog. „Hinweis“ veranlasst. Weitere Beschwerden sind beim Presserat anhängig. (stand10.01.011)



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